| Gigabyte GA-586ATS |
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| Montag, 22. September 2008 um 12:52 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Willkommen zum Projekt „aus alt mach neu oder wie ich einen K6-2(3) im Gigabyte GA-586ATS zum laufen bekomme“ Also ich habe mir mal so Gedanken gemacht und dabei ein wenig gebastelt, wie man das Gigabyte GA-586ATS dazu bringt mit einem K6-2(3) zu harmonieren. Einige Vorüberlegungen sind dabei zu treffen. 1. Das BIOS unterstützt keinen AMD K6-2(3) 2. Das Board unterstützt einen Pentium MMX der mit den Spannungen 2,8 V (Core) / 3,3 V (I/O) auskommt, nur leider macht das kein K6-2(3), er benötigt eine Core-Spannung von 2,2 V(2,4V). 3. Der Spannungswandler ist nur bis ca. 8 A ausgelegt, ein K6-2 366 MHz benötigt bis zu 10,5 A. 4. Ein K6-2 366 wird mit 5,5 x 66,6 MHz betrieben, das Board stellt aber nur einen Multiplikator bis 3,5(1,5) bzw. 3 zur Verfügung. Punkt 1 Dieser Punkt ist wohl der einfachste. Hier ist das Bios, einfach flashen fertig. Übrigens wer Biosversion 1.32 schon hat, braucht dies natürlich nicht zu tun. Punkt 2 Also wollen wir uns nun dem schwierigsten Problem widmen, der Core-Spannung und den Änderungen am Spannungswandler. Dazu sollte man aber erst einmal wissen, wo sich jenerwelcher befindet, dazu ein kleines Bild. Auf der Unoffiziellen GA-586HX Homepage habe ich mich ein wenig dazu inspirieren lassen, leider ist der Spannungswandler aber anscheinend nicht so wie auf dem GA-586HX Board beschaltet. Also habe ich durch messen herausgefunden wo welche Spannungen anliegen. Auf der Homepage des Herstellers des Spannungswandler habe ich das Pinout mir angesehen. Am Adjust-Pin habe ich 1,6 V gegen Masse, am Vout 2,9 V gegen Masse und am Vin 5 V gegen Masse gemessen. Dies kam mir sehr merkwürdig vor da ich mir darauf keinen richtigen Reim machen konnte und die Berechnungen laut Datenblatt auch nicht so richtig klappten entschloss ich mich es durch probieren raus zu bekommen, also schaute ich noch einmal in das Datenblatt wo die Beschaltung auch stand und suchte mir die Widerstände die für die Regelung von Vout zuständig waren, meine Entscheidung viel dann auf R29. Ich beschloss also diesem Widerstand, einen Poti (regelbarer Widerstand) parallel zu schalten und durch gleichzeitiges messen der Core-Spannung den richtigen Parallelwiderstand heraus zu bekommen. Gesagt getan, aber wo messen und wie messen ??? Man braucht 3 x 100 Ohm Widerstände die man zwischen A-29 und B-18 (Vcc3 (I/O Spannung) sollte zwischen 3,3 und 3,5 Volt liegen), zwischen Q-1 und X-2 (Vcc2 (Core-Spannung) am Anfang 2,8-2,9 Volt, dann Idealerweise 2,2-2,3 Volt) und zwischen AL-1 und AB-2(Vccdet (für Dual Voltage)). Hier noch einmal grafisch, Bild ist von oben. Wenn man nun das Poti (ich habe 2,5KOhm genommen) parallel zu R29 angeschlossen hat und die 100 Ohm Widerstände am richtigen Platz sind kann man das Mainboard probeweise in Betrieb nehmen (es kann eigentlich alles raus (Speicher habe ich drin gelassen)), aber den Poti schon einmal in Mittelstellung stellen und nicht vergessen den Jumper JP6 auf 2-3 zu stellen. Wenn man nun die Spannung zwischen Q-1 und X-2 (Core) misst sollte jetzt schon ein anderer Wert abzulesen sein, jetzt mit das Poti so einstellen das die Core-Spannung 2,2 V beträgt. Dann einfach das Poti ausmessen und schon hat man Widerstand den man parallel schalten muss, bei mir 258 Ohm, übrigens für 2,4 Volt (K6-3) habe ich 270 Ohm gehabt. Nur meistens ist es nicht so einfach ein 258 Ohm Widerstand zu bekommen, also muss an sich einen bauen. Ich habe dazu einen 270 Ohm und einen 5600 Ohm Widerstand parallel geschaltet das ergibt 257,6 Ohm und damit kann man leben. Wenn man einen anderen Widerstand hat muss man sich den benötigten halt ausrechnen. Formel: Rparallel (zB. 258 Ohm) = (R1*R2)/(R1+R2). Am besten man nimmt für R1 immer den nächstgrößeren in der Widerstandsdekade und probiert dann mit größeren Widerständen für R2 etwas herum. Jetzt braucht man nur noch den Widerstand einlöten und etwas zu isolieren fertig. Etwa so. Jetzt noch einmal die Core-Spannung überprüft und nun kann schon fast der erste Probelauf starten. Also Widerstände entfernen JP8 auf 2-3 und JP9 auf 1-2 stellen (für 66 MHz Systembustakt). Den Multiplikator probeweise auf 3 x stellen (JP11 1-2 offen und JP11 3-4 gesetzt). So dann Grafikkarte ect. nicht vergessen und einschalten. Jetzt sollte er schon einmal booten und als Prozessor K6 3D 200 MHz anzeigen, wenn das so ist wieder aus machen. !!! Nicht zu lange anlassen !!! Punkt 2 ist damit abgeschlossen.
Punkt 3 Wenn man den Rechner jetzt wieder ausgemacht hat und einmal den Spannungswandler anfasst kann es sein das dieser schon sehr warm ist. Wenn wir ihn nun mehrere Stunden so laufen lassen würden, wäre das der sichere Tod für den AS2880. Also müssen wir ihn gut kühlen. Es steht zwar im Datenblatt das der Spannungswandler bis zu 125°C verträgt aber das auch nur 1000 Stunden am Stück. Also müssen wir das lächerlich kleine Kühlblech entfernen und gegen ein größeres austauschen,. Hier mein Vorschlag.
Wenn ihr wie ich einen ALU-Kühlkörper nehmt dann müsst ihr das Gehäuse des Spannungswandlers gegen den Kühlkörper isolieren. Meist ist dies (so wie bei mir) in dem Netzteil dabei (Schraubenisolation und Wärmeleitfolie oder Glimmerscheibe). Den Kühlkörper musste ich aber noch etwas bearbeiten damit er nicht dem Cache im Wege ist. So sieht das ganze das fertig aus. Ich habe es "Tor der Kühle" getauft. So nun noch den Lüfter davor (den ohne wird der Kühlkörper immer noch sehr heiß) und fertig. Jetzt kann man dann schon den Tests der Teste fahren aber ohne Power wird man auch dort noch nicht sicher gehen können.
Punkt 4 Wenn wir also schon einen K6-2 mit mehr als 200 MHz haben wollen wir diese wohl auch richtig ausfahren, also müssen wir die Multiplikatoren noch etwas verändern, genauer den BF-2 Pin auf Masse legen (wenn du einen K6-2 mit 400 MHz hast dann einfach ihn auf 2 x jumpern (JP11 1-2 setzen und JP11 3-4 offen lassen) und schon wird er intern mit 6 x angesprochen). Um BF-2 auf Masse zu legen bracht man einen ganz dünnen Draht (einen von der Lautsprecherlitze ect.) etwa 8 mm lang und dann zwischen W35 und V36 einsetzen, dann Prozessor wieder einsetzen fertig. !!! Vorsicht der Draht darf keine Bögen werfen bzw. nicht mit anderen Prozessorbeinchen in Berührung kommen können !!! Wenn das nun geschehen ist kann man nun seinen benötigten Multiplikator einstellen.
Ohne diesen BF-2 Jumper wären folgende Varianten möglich
Wenn man den Systemtakt ändern will (könnte ich nicht verstehen) dann sind diese Takte möglich
So wenn man dann alles eingestellt hat dann sollte beim Booten dann etwa so etwas kommen Wenn der Lüfter schön den Kühlkörper des Spannungswandlers kühlt habe ich noch keinen einzigen Absturz erlebt der wohl auf das Konto des Boards geht. Kempes hat mir freundlicherweise das GA-586ATS Handbuch ins PDF Format gebracht, vielen Dank dafür. Besucht in mal auf seiner Homepage. |
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| Aktualisiert ( Dienstag, 04. November 2008 um 14:15 Uhr ) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||













